Was ist Arnikagel und wofür wird es angewendet?

Arnikasalben wirken abschwellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend und haben sich dadurch besonders bei der Behandlung von druckschmerzempfindlichen Prellungen und Blutergüssen bewährt.

Zudem hilft Arnikagel, die Durchblutung der Haut zu stärken und die antibakteriell wirkenden Pflanzenbestandteile sorgen für einen schnellen Abbau von Entzündungsstoffen und Erregern. Außerdem kann Arnika rheumatische Beschwerden lindern und daher sollte eine Tube des Gels in Ihrer Hausapotheke nicht fehlen.

Wir wirkt Arnikagel?

Blutergüsse sind nicht nur ein optisches Problem. Tatsächlich ist ein Bluterguss eine Zerreißung kleinster Haargefäße, die zu Einblutungen ins benachbarte Gewebe führt. Diese Stelle schmerzt bei Berührung, schwillt an und verfärbt sich blau. In schweren Fällen kann es im weiteren Verlauf sogar zu Entzündungen kommen.

Die Wirkungsweise der Arnika Salbe:

  • Die in der Arnikapflanze enthaltenen Flavonoide wirken sofort auf die zerstörten Blutgefäße und stoppen die Blutung ins Gewebe.
  • Polysaccharide, die ebenfalls im Präparat enthalten sind, unterstützen Ihren Körper bei der Regeneration der Gefäße.
  • Die enthaltenen ätherischen Öle lindern Schmerzen.
  • Helenalin bekämpft Entzündungen und verhindert Ödeme.

Was Sie beim Gebrauch beachten müssen

Arnika hat eine äußerst starke, reizende Wirkung. Wenn Sie noch nicht so viel Erfahrung mit der Anwendung haben, übertreiben Sie es nicht mit der Dosierung. Verwenden Sie am Anfang lieber etwas weniger und tragen Sie bei Bedarf noch etwas Gel auf. Bei Arnika gilt: Weniger ist mehr.

Außerdem sollten Sie sichergehen, dass Sie die Arnika Salbe nur auf intakter Haut anwenden, da sich ansonsten das Infektionsrisiko erhöht.

Wenn Sie allergisch gegen Arnika oder Korbblütengewächse sind, dürfen Sie das Präparat weder innerlich noch äußerlich einsetzen.

In der Schwangerschaft und Stillzeit wird von dem Gebrauch der Heilpflanze abgeraten.

Für Kleinkinder ist eine Arnika Salbe nicht geeignet – bei der Behandlung von Kindern ist besondere Vorsicht geboten.

Wie erfolgt die Anwendung?

Bei kleinen Prellungen genügt es meistens, die betroffenen Stellen mit einer kleinen Menge Arnika Salbe einzureiben.

In schwereren Fällen, also bei größeren Blutergüssen, Zerrungen oder Verstauchungen, streichen Sie das Gel gut deckend auf eine Baumwollkompresse und fixieren Sie diese mit einer Mullbinde.

Lassen Sie das Gel gut einwirken und wiederholen Sie die Behandlung nach Bedarf.

Nehmen Sie eine Anwendung mit Arnikagel immer möglichst schnell vor, damit größere Schäden verhindert werden. Behandeln Sie jedoch keinesfalls offene Wunden damit!

Mögliche Nebenwirkungen

Unterschätzen Sie nicht die Wirkung von Heilpflanzen! Der Arnikapflanze wird in der Homöopathie eine scharfe, reizende Wirkung zugesprochen, die rasch einsetzt und lange anhält. Verdünnen Sie deshalb Tinkturen und Tees und tragen Sie Salben nicht auf frische Wunden auf, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Allergische Reaktionen wie Quaddelbildung, Juckreiz, Blasenbildung, Hautrötungen, Ekzeme und Schwellungen.
  • Auf offenen Wunden besteht bei der Verwendung von Arnikagel die Gefahr einer Infektion.

Es besteht jedoch keine Gewöhnungsgefahr und auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht zu befürchten, weshalb es sich generell um ein unproblematisches Arzneimittel handelt.

Zusätzliche Informationen

Arnika wird nicht zu Unrecht als „Erste Hilfe Pflanze“ bezeichnet, denn sie hilft nicht nur als Gel gegen äußere Verletzungen und rheumatische Beschwerden, auch als Tinktur, Tee oder Globuli wirkt die Heilpflanze wahre Wunder gegen Husten und Magenbeschwerden. Früher schrieb man der Arnikapflanze außerdem magische Eigenschaften zu und verwendete sie zur Hexenabwehr, als Schutz gegen Blitzschlag oder als Tabakersatz.

Erst der berühmte Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp verschaffte ihr den Durchbruch als Heilpflanze. Dank Johann Wolfgang von Goethe, der auf Arnika gegen seine Herzbeschwerden schwor, wurde die Pflanze geradezu populär und wurde in der Folge in so großen Mengen gesammelt, dass sie vom Aussterben bedroht war und unter Schutz gestellt werden musste.

Nähere Informationen über das Arnikagel erhalten Sie in der Packungsbeilage.